Der astrologische Kreis

Beim astrologischen Kreis handelt es sich um eine Legemethode, die uns einen Überblick über sämtliche Lebensbereiche verschafft und uns Tendenzen für die Zukunft aufzeigt. Deshalb eignet sich diese Methode für sehr viele Arten von Befragung: ob es um eine Jahresvorschau an Neujahr oder am Geburtstag geht, oder ob man sich nur einen Gesamtüberblick über die gegenwärtige Situation machen möchte. Nicht-Astrologen brauchen sich allerdings vor dieser Legeweise nicht zu fürchten: Die Positionen der gezogenen Karten basieren zwar auf der klassischen Bedeutung der einzelnen Häuser im Horoskop, es sind hierfür jedoch nicht unbedingt astrologische Erkenntnisse erforderlich.
So werden die Karten analog der einzelnen Häuser im Kreis ausgelegt. Ganz links befindet sich die 1. Karte, die dem so genannten „Aszendenten“ bzw. dem 1. Haus entspricht. Der Aszendent steht für unsere äußere Erscheinung, die Art und Weise, wie wir uns auf die Umwelt zu bewegen und durch welche Brille wir unser Umfeld und die Mitmenschen sehen. Anschließend geht es gegen den Uhrzeigersinn mit dem zweiten Haus und der zweiten Karte weiter.

Zur Sicherheit kann man die Positionen der Karten noch mal überprüfen: Die 7. Karte steht ganz rechts außen und der 1. Karte gegenüber; sie repräsentiert das 7. Haus, das dem „Du“ der Partnersuche im Horoskop entspricht. Ebenso steht die Karte auf Platz 4, der Himmelstiefe, ganz unten und die Karte auf Position 10, der Himmelsmitte, gegenüber ganz oben. Diese vier Karten entsprechen den „Achsen“ in der Astrologie, haben dort eine besonders wichtige Funktion und eignen sich in dieser Legemethode als gute Kontrolle, ob die Karten richtig ausgelegt wurden.

Und was bedeuten die Karten auf den einzelnen Positionen? Sehen wir uns eine Beispiellegung dazu an:

1. Haus – Grundstimmung:
Die Art und Weise, wie wir auf unser Umfeld und unsere Mitmenschen zugehen. Wie wir unsere Umwelt sehen und wahrnehmen. Auch das, was wir den anderen gegenüber als „Maske“ tragen (8 der Münzen):
Die Fragende befindet sich laut eigenen Aussagen im Moment in einer Umorientierungsphase, die nun in den Karten als Neuanfang mit viel versprechender Zukunft erscheint. Die 8 der Münzen zeigen an, dass die Klientin in einem oder mehreren Lebensbereichen „Aufbauarbeit“ leistet. Welche Lebensbereiche davon betroffen sein könnten, lässt sich
anschließend anhand des restlichen Kartenbildes feststellen.

2. Haus – alles, was uns Sicherheit gibt: in erster Linie Finanzen, aber auch ideelle Werte wie Talente und Fähigkeiten (6 der Münzen): 
Diese Karte zeigt an, dass die Ratsuchende in den nächsten Monaten sehr ausgeglichen ist – sie achtet auf das richtige Geben und Nehmen im Umgang mit materiellen sowie ideellen Werten. Die Karte kann auch noch etwas anderes ankündigen: Möglich, dass ihr finanzielle oder moralische Unterstützung gewährt wird oder dass sie sich selbst wohlwollend und großzügig zeigt, z.B. durch eine Spende.

3. Haus – Kommunikation: der Austausch mit anderen, die Alltagserfahrungen, die nähere Umgebung (8 der Stäbe):

Überraschende Nachrichten dürften die Betroffene in den nächsten Monaten erreichen. Im Hinblick auf die viel versprechenden Karten im 5. und 7. Haus, das Haus der Partnerschaft, könnte man auch vermuten, dass sie von Amors Liebespfeil „getroffen“ wird. Erfahrungsgemäß kann diese Karte auch Neuigkeiten auf der nonverbalen Ebene ankündigen (E-Mail, Telepathie …).

4. Haus – die Privatsphäre: Der Bereich, wo wir uns geborgen fühlen, das persönliche Schneckenhaus und das Zuhause (Ritter der Stäbe):

Auch diese Karte dürfte die Aussage der Karte auf Position 3 unterstützen: Sie zeigt jedenfalls an, dass es in emotionaler Hinsicht „Aufruhr“ geben wird. Leidenschaft, Hitzigkeit, Ungeduld und Wagemut sind Schlagwörter des Stabritters und er signalisiert eine prickelnde Stimmung.