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Hände weg vom falschen Sternzeichen

Elke Gehrke

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Wären Sie mit einem anderen glücklicher geworden?

Der Herbst ist die Zeit, wo man schon mal ins Grübeln kommen kann. „Wann treffe ich meinen Traumpartner?“ und „wie passen wir zusammen“ sind z.B. Herzensfragen, die viele von uns beschäftigen. Wir erklären Ihnen jetzt die Partnerwahl aus astrologischer Sicht…
Animus und Anima
„Liebe“, so sagt der englische Schriftsteller Somerset Maugham, „ist das, was sich zwischen Männern und Frauen abspielt, die sich nicht wirklich kennen.“ Gerade am Anfang einer jeden Beziehung sehen wir den Partner durch die „rosarote Brille“. Für uns ist er der schönste, beste und edelste Mensch der Welt. Ganz zu schweigen von seiner erotischen Ausstrahlung, die geradezu magnetisch ist. Unbewusst drücken wir auf diese Weise eigene Hoffnungen, Erwartungen und Vorstellungen aus. Das „Objekt unserer Begierde“ spiegelt nur unser seelisches Streben nach Vervollkommnung wider. Um innerlich ganz zu werden brauchen wir Begegnungen und Beziehungen mit anderen sowie die Bereitschaft, uns einzulassen und dadurch zu wandeln. Glück in der Liebe ist wie das Öffnen einer Tür zu tieferen seelischen Ebenen, die uns freier und erfüllter machen.
Liebe und Partnerschaft in der Astrologie
Venus symbolisiert unser Verhältnis zu Liebe, Beziehungen und Mitmenschen. Im Horoskop zeigt sie an, welche menschlichen Eigenschaften wir an uns und anderen Menschen schön finden. Ihre Stellung sagt aus, welche emotionale Atmosphäre und persönliche Erfahrung wir suchen. In diesem Sinne dient Venus dem Drang, zu wachsen und sich zu einem Individuum zu entwickeln. Indem man seine Werte, Wünsche und geistige Verwandtschaft definiert, verleiht man sich selbst eine klarere Gestalt. Liebe gibt einem so größere Sicherheit und mehr Selbstbewusstsein. Venus symbolisiert aber auch die Anziehung jener Partner, die für Eigenschaften stehen, die wir noch entwickeln müssen. In der Spiegelung mit dem Gegenüber finden wir diese unbewusst wieder. Die Bindung an einen Partner und das wechselseitige Fließen von Liebesenergie sind ein Prozess persönlichen Wachstums.
Venus-Transite als Momentaufnahme
Venus-Transite beschreiben die Gründe und inneren Motive der eigenen Verliebtheit zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie sagen aus, wie wir an Beziehungen herangehen, was wir von diesen Verbindungen erhoffen und welche Menschen wir anziehend finden. Insofern können Venus-Transite über die unterschiedlichen Beweggründe zweier Menschen, sich zu verlieben, Auskunft geben. Geht Venus über das siebente Haus erlebt man meistens sehr schöne Begegnungen mit anderen Menschen. Man ist kontaktfreudig und geht offen, herzlich und zuvorkommend auf andere zu. Diese erwidern jetzt das eigene Verhalten und so hat man das Gefühl von anderen geliebt zu werden. Hat man keinen Partner, so ist dies die beste Zeit, um jemanden kennen zu lernen und sich zu verlieben. Hat man schon einen Partner, verläuft das Verhältnis zu ihm jetzt besonders harmonisch. Auf beiden Seiten kommt es zu großer Zuwendung und Zärtlichkeiten. Man macht sich gegenseitig Komplimente und verbringt viel Zeit miteinander.

Liebe im Horoskop

Das Haus, in dem Venus steht, drückt aus, in welchem Lebensbereich eine Liebesbeziehung eingegangen wird. Beispiel: Venus im sechsten Haus weist auf das Bedürfnis gemeinsamer Alltagsgestaltung hin. Venus im 11. Haus will den geistigen Austausch, gemeinsames Wachstum und eine gewisse Unabhängigkeit. Venus-Aspekte verweisen auf die Art und Weise, wie wir an die Beziehung herangehen, um individuelles Glück zu erleben, und wie die Beziehung gelebt wird. Beim Erkennen dessen, was Menschen aneinander so anziehend und attraktiv finden, spielt auch der Deszendent eine wichtige Rolle. Er ist der Punkt im Horoskop, der dem Aszendenten genau gegenüber liegt. Das Zeichen des Deszendenten beschreibt, was Menschen in ihrem Gegenüber als Ergänzung ihrer selbst suchen, ihre „bessere Hälfte“, der Teil, der ihnen fehlt, um sich vollständig und ganz zu fühlen. Mond dagegen zeigt die Erfahrungen und Bedürfnisse an, die man im Umgang mit seinen Gefühlen hat.

Selbstbild und Suchbild

Aus der Stellung der männlichen Planeten Mars und Sonne sowie der weiblichen Planeten Venus und Mond lässt sich das individuelle Selbst- und Suchbild eines Menschen ablesen. Im Horoskop eines Mannes zeigt Mars, wie dieser als junger Mann auf eine Frau zugeht und sich in eine Beziehung einbringt, während die Sonne Ausdruck der eigenen, väterlich reifen Männlichkeit ist. Demgegenüber veranschaulichen die Planeten Venus und Mond die weibliche Seite des Mannes, seine Anima, die er mehr oder minder unbewusst als sein Suchbild erlebt. So drängt zum Beispiel Mars den Jüngling, eine Frau zu erobern. Seine Sonne zeigt dagegen die Art und die Kraft, mit der er für die so entstandene Beziehung Verantwortung übernimmt.

Ein stark entwickelter Mars und eine schwach entfaltete Sonne stehen daher für einen Mann, der von Beruf „Sohn“ ist, also stets Jüngling bleibt, keine Verantwortung übernehmen will und von niemandem wirklich ernst genommen wird. Mangelt es an „Marskraft“, fehlt dem Mann Biss, Durchsetzungskraft, Konfliktbereitschaft und Potenz. Mit einer starken Sonne wird er dann der väterliche Freund, der Typ „guter Onkel“, der für alles und jedes Verständnis hat, der seiner Frau aber weniger ein Partner, sondern eher ein Vater ist, weshalb sie ihn auch problemlos vor aller Welt „Papi“ nennen darf. Venus ist im Horoskop eines Mannes dagegen Symbol seiner Anima, seines inneren Suchbildes, das ihn lockt. Wann immer er einer Frau begegnet, die dieses Bild verkörpert oder es sonst wie zu stimulieren vermag, erwacht in ihm die Begierde. Sein Mond ist Ausdruck seines Mutterbildes. Versteht er es nicht, Venus und Mond zu einem Gesamtbild zu vereinen und in diesem erweiterten Bild seine Anima zu erkennen und zu entfalten, kommt es zu einer Störung seines Beziehungslebens.

Bei starker Mondstellung und schwach entfalteter Venus zeigt sie sich darin, dass er eigentlich seiner Mutter treu bleibt und seine Frau am ehesten wie seine Schwester behandelt, wobei sie selbstverständlich den Anweisungen seiner Mutter folgen muss. Falls er sich selbst mehr von der väterlichen Sonnenseite einbringt, wird er sich wünschen, dass sie möglichst bald Mutter wird, damit sie gemeinsam die Ehe seiner Eltern nachahmen können. Ist dagegen sein Mars stärker ausgeprägt, wird er sich gegenüber seiner Frau rebellisch, flegelhaft oder penetrant besserwisserisch verhalten, so wie er es schon als Pubertierender gegenüber seiner Mutter getan hat. Ist die Venus beim Mann stärker entfaltet und der Mond zurückgeblieben, liebt er in seiner Frau das Mädchenhafte und wünscht sich, dass sie immer so bleibt.

Selbstbild und Suchbild (Fortsetzung)
Ihr natürlicher Alterungsprozess kann ihn ebenso irritieren, wie der Augenblick, in dem sie selbst Mutter wird. Hat er vor allem seine väterlich-solare Seite entfaltet, wird er vorzugsweise zu einer Vater-Tochter-Beziehung neigen. Ist der Mann dagegen Jüngling geblieben, dem es wortwörtlich an Besonnenheit fehlt und der seine Männlichkeit (Mars) nur mit Potenz identifiziert, wird er die Frauen lieben, allerdings stets in der Mehrzahl. Er wird nicht verstehen, warum er einer treu sein soll, wo es doch so viele gibt. Lässt er sich dennoch auf eine scheinbar verbindliche Beziehung ein, so wird er seine Partnerin eher früher als später dadurch zur „Mutter“ machen, dass er von ihr allen Ernstes fordert, zu verstehen, dass er immer wieder fremdgehen „muss“.

Bei Frauen zeigt Venus sich im Horoskop als Lockende, je nach Konstellation als Kokette, Vamp, Schöne oder Spröde. Der Mond verkörpert dagegen die mütterliche Seite der Frau, ihre verständnisvolle, einfühlsame Art, die Bereitschaft, für andere Menschen da zu sein, sie zu behüten und zu nähren. Ist die venusische Seite der Frau stark ausgeprägt, der Mond dagegen schwach, wird sie das ewige Spiel der Liebe lieben. Egal, ob sie das als heißblütige Tänzerin, sinnliches Weib oder hingebungsvolle Muse tut, stets bleibt es ein Spiel, bei dem Schönheit und ewige Jugend die höchsten Trümpfe sind. Es ist die Konstellation der ewigen Tochter, die vor dem Sprung zur reifen Frau zurückscheut, keine mütterlichen Qualitäten entwickelt und sich stattdessen lieber von einem „Sugar Daddy“ verwöhnen lässt. Statt zu reifen, welkt sie und bleibt dabei zeitlebens ein immer mitleidiger belächeltes Mädchen in einem immer älter werdenden Körper.

Im umgekehrten Fall, bei einem starken Mond und einer schwachen Venus, mag es an Anmut, Charme, Grazie und Erotik fehlen. Eine solche Frau ist die verständnisvolle Freundin, der man gern sein Herz ausschüttet. So gesehen kommt sie schon früh in die Mutterrolle. Im Horoskop einer Frau ist vor allem Mars Symbol ihres Animus, ihrer inneren männlichen Natur. Wann immer ein Mann dieses Bild verkörpert, stimuliert er damit ihr Suchbild. Ob sie ihn deshalb begehrt, bekämpft oder verachtet, zeigt sich daran, wie gut der Mars in das Gesamtbild ihres Horoskops gestellt ist. Dagegen zeigt die Sonne den väterlichen Aspekt ihrer inneren Männlichkeit, deren besonnene, geistige Seite. Versteht sie es nicht, beides zu entfalten, wird es ihr entweder an Durchsetzungskraft oder an Einsicht und Geisteskraft mangeln. Vermag sie nicht, beide Seiten in sich zu vereinen, werden sich daraus Störungen in ihrem Beziehungsleben ergeben.

Bei stark entwickelter Sonne und schwachem Mars wird sie Männer stets an ihrem inneren Vaterbild messen und an ihnen vor allem Großzügigkeit und Klugheit schätzen, sowie deren Vermögen, Sicherheit zu verkörpern. Ist ihr Mond stark gestellt, will sie ihren Partner möglichst bald als Vater erleben, um so gemeinsam mit ihm die Elternrolle zu verkörpern, die in ihr stark angelegt ist. Dabei kann die erotisch-sexuelle Spannung schnell verlassen, spätestens dann, wenn er das erste Mal „Mutti“ zu ihr sagt. Ist dagegen die Venus stark entwickelt, ist sie die typische Vatertochter. Damit der Mann ihre Wünsche erfüllt, wird sie ihn mit allem Charme und all ihrer Erotik verführen, sich dabei aber nur kokett in Szene setzen, ohne ihre wortlos gemachten Versprechungen in die Tat umzusetzen.

Mit einem starken Mars und einer schwachen Sonne fühlt sich die Frau von einer forschen, direkten und potenten Männlichkeit eines Machos angesprochen. Sie sucht und liebt das schillernd Jünglingshafte im Mann. Stärke, Mut und Unternehmungslust imponieren ihr. Ist ihr Mond stark entwickelt, mag sie zu einer Mutter-Sohn-Beziehung neigen. Dazu wird sie einen Partner bevorzugen, den sie mit Liebe und viel Verständnis umsorgen kann, der dafür aber zeitlebens auf die Jünglingsrolle reduziert bleibt. Ist dagegen Ihre Venus stärker entwickelt, dann sucht sie die leidenschaftliche Verbindung oder liebt den Kitzel der verbotenen Affäre. Es ist die ewig junge Liebe, die hier zählt. Eine Liebe, die nicht reifen darf und die mit jeder neuen Falte und jedem grauen Haar Stück für Stück erstirbt.

Passen wir zusammen?
Bevor man zwei Horoskope miteinander vergleicht, muss man zuerst jeden Partner einzeln untersuchen, welche Erwartungen er an die Beziehung hat, was seine generellen Beziehungsmuster sind und wo er in seiner biografischen Entwicklung im Augenblick steht. Wer beispielsweise gerade einen Pluto-Transit über seinen Deszendenten hat, fühlt sich zu einem Partner mit Pluto- bzw. Skorpionbetonung hingezogen, auch wenn er von seiner Grundanlage her vielleicht lieber einem Venus- oder Waagebetonten Partner den Vorzug geben würden. Beim Vergleichen beider Horoskope beginnt man mit der Sonne. Sie ist das eigentliche, umfassende Vitalsymbol. Dabei prüft man, ob sich ein Winkel zwischen der Sonne des einen zur Sonne des anderen ergibt.

Aufschlussreich ist auch das Zusammenspiel der beiden Zeichen, die von den Sonnen besetzt werden. Sind sie ähnlich, also vom selben Element wie Krebs, Fische oder Skorpion, verträglich wie Krebs mit Stier oder Jungfrau oder unverträglich wie Krebs mit Waage oder Widder? Eine ganz wichtige Frage ist, wie die Partner aufeinander wirken. Können sie ihre Anlagen gegenseitig unterstützen, sich einander fördern oder zu der Person werden, die man gemäß seinem Naturell bereits ist? Oder blockiert die Sonne eines Partners die Bemühungen und Bestrebungen des anderen? Nach der Sonne kommt der Mond dran. Mondthemen offenbaren die ungeschützten und bedürftigen Seiten von Beziehungen. In diesem Bereich brauchen die Partner einander, um sich versorgt, beschützt und geborgen zu fühlen.

Deshalb ist es aufschlussreich, aus welchem Haus die Wirkungen des Mondes kommen und wohin sie zielen, nämlich welcher Lebensbereich angesprochen wird. Steht zum Beispiel der Mond des Partners im 5. Haus des Fragenden, so würde der Partner durch seine Emotionen sehr intensiv auf die Liebeswünsche des Fragenden einwirken können. Für das Gelingen von Beziehungen ist es notwendig, dass Paare sich gut miteinander verständigen können. Von daher sind Merkurthemen im Partnerhoroskop sowie Verbindungen zum 3. Haus von großer Aussagekraft. Versteckte Machtkämpfe, Tabus und Geheimnisse, angezeigt durch Pluto, können das Miteinander erschweren. Venusverbindungen legen dagegen dar, was die Partner aneinander attraktiv finden und wodurch sie sich gegenseitig angezogen fühlen. Jupiter weiß, wo und wie die beiden Partner einander unterstützen und gegenseitig fördern.

Unter saturnischen Gesichtspunkten gilt es Verpflichtungen einzugehen und Verantwortung zu tragen, während Uranus für Dynamik, Sprengkraft, Freiräume und Luft zum Atmen sorgt. Neptun verleiht den Seelen Flügel und führt zur rauschhaften Verschmelzung und Erlösung. Wie Marsthemen letztendlich gelebt werden, hängt weitgehend von den sexuellen Bedürfnissen, der Streitkultur und der Konfliktbereitschaft der Partner ab. Ganz entscheidend bei der Deutung ist auch die Qualität der Aspekte. Haben beide Partner das Gefühl, es sei Schicksal, dass sie sich getroffen haben, dann sind meist starke Achsenverbindungen, Konjunktionen zwischen persönlichen Planeten oder ausgeprägte Mondknotenaspekte im Partnerhoroskop vorhanden.

Da zum Beispiel der absteigende Mondknoten Themen anzeigt, die einem vertraut erscheinen, wundert es nicht, dass Partner mit Planeten in diesem Bereich einem bekannt vorkommen. Wenn einem im Partner das begegnet, was einem selbst sehr vertraut ist, entsteht schnell ein Gefühl von Schicksalhaftigkeit. Schicksal ist in Partnerschaften jedoch nicht selten das, was einem im eigenen Auftrag in Form des Partners geschickt wird.