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Eifersuchtsfalle: So überstehen Sie den Urlaubsflirt

Theresa Osenstaetter

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Heißer Flirt. Romanze auf Zeit. Heftige Emotionen ohne Aussicht auf Zukunft. Zwei Wochen oder mehr. Manchmal sogar einen Sommer lang. Doch das Ende ist unwiderruflich vorprogrammiert, wenn die Autotür zuschlägt oder das Flugzeug auf heimischen Boden landet.

Urlaubsaffären sind Liebe mit Verfallsdatum. Trotzdem zappeln jedes Jahr wieder unzählige Opfer im Netz der Gefühle.

urlaubsflirt_3Warum wir uns im Urlaub so leicht verlieben

Im Urlaub sind wir entspannter als im Alltag. Keine Termine, keine Hektik, keine Arbeit. Das macht sich in einer tolleren Ausstrahlung bemerkbar. Obwohl wir nach wie vor die gleiche Person sind, wirken wir auf unsere Umwelt viel relaxter, sympathischer und interessanter als sonst. In einer fremden Umgebung können wir uns ungezwungener geben und trauen uns mehr. Es gibt keine Nachbarn, Kollegen oder Mitschüler, vor denen man „glänzen“ oder irgendeine Fassade bewahren will.

Die lockere Atmosphäre in einem anderen Land mit unverbindlichen Kontakten zu anderen Urlaubern lässt uns so manche Hemmschwelle überwinden. Wir tragen ein gewagteres Outfit, machen bei ausgelassenen Unternehmungen mit, legen eine besonders flotte Sohle aus Tanzparkett. Kein Wunder, dass wir plötzlich viel aufregender und verführerischer erscheinen, was automatisch zahlreiche Verehrer und Verehrerinnen anlockt. Umgekehrt funktioniert dieser „Strahle-Effekt“ natürlich genauso. Plötzlich finden wir Menschen anziehend, die wir zu Hause nicht einmal bemerken oder von denen wir aus Vernunftgründen die Finger lassen würden.

Im Urlaub verändert sich unsere Wahrnehmung und ehemalige Grenzen verschwinden. Macho? Egal! Ein Kopf kleiner? Egal! Fünf Jahre älter! Egal! Gefühle pur statt Vernunft! Andere Länder, andere Sitten, andere Menschen. Und das Andere wirkt nicht mehr fremd auf uns so wie zu Hause, in unserer gewohnten Umgebung, sondern plötzlich faszinierend, aufregend und reizvoll. Da gleichzeitig viele Einheimischen einer kurzen, unverbindlichen und für sie meist folgenlosen Affäre mit einer Touristin oder einem Touristen gegenüber aufgeschlossen sind, gibt es sehr viele multinationale Liebschaften.

Warum Urlaubslieben so gut wie nie halten

Ist die wahre, große Liebe, die ein Leben lang hält, ohnehin ein äußerst seltenes Exemplar, dann gilt das erst recht für so genannte Ferienflirts. Meist verblassen zusammen mit der Urlaubsbräune auch die Gefühle. Ein besonders häufiger Grund für das begrenzte Haltbarkeitsdatum von Urlaubsromanzen ist außer Alltag und räumliche Entfernung die „Verpflichtung in der Heimat“. Natürlich bindet man seinem Urlaubsflirt nicht auf die Nase, dass man eigentlich einen Partner hat, von dem man bereits sehnsüchtig erwartet wird. Umgekehrt braucht der Schatz daheim ebenfalls nicht erfahren, dass man sich den Urlaub mit einem heißen Flirt versüßt hat. Doch was passiert, wenn alles rauskommt?

Was ist Eifersucht?

Eifersucht setzt sich aus dem indogermanischen Wort „ai“ = Feuer, aus dem Altdeutschen „eivar“ = scharf und dem Verb „siechen“ = krank sein zusammen. Es ist eine Mischung verschiedener negativer Gefühle: Angst bis hin zu Panik, den Partner zu verlieren, ihm nichts mehr zu bedeuten, nicht mehr gut und attraktiv zu sein; Ärger bis hin zu Wut über den vermeintlichen Rivalen. Dazu kommen noch Minderwertigkeitsgefühle. Man hält sich nicht mehr für liebenswert und wertvoll. In der Regel entsteht Eifersucht aus dem „Gefühl der Unterlegenheit“ oder des Eindrucks, gegenüber anderen benachteiligt zu sein.

Eifersucht im Horoskop

Wer im Horoskop nach Eifersucht sucht, sollte sich vor allem mit den Planeten Pluto, Uranus und Neptun beschäftigen. Gerade Pluto zeigt zwei entgegengesetzte Möglichkeiten an zu lieben: Die Liebe kann entweder aufbauend und transformierend wirken oder sie kann uns selbst und die Person, die wir gern haben, zerstören. Denn Pluto kann in einem Spannungsaspekt oder in Konjunktion zu den persönlichen Planeten zu exzessiver Eifersucht führen. Wer davon besessen ist, hat meist eine schwierige und mit Konflikten behaftete Beziehung zum gegengeschlechtlichen Elternteil erlebt. So wird man im Falle eines Mannes auf schwierige Mondaspekte oder verletzte Planeten im Zeichen des Krebses stoßen.

Bei weiblichen Geburten zeigen die dynamischen Aspekte der Sonne zu Pluto oder Saturn, dass die Beziehung zum Vater sehr ambivalent und schwierig gewesen war und später zur Eifersucht geführt hat. Eine weitere Ursache für Eifersucht kann die Rivalität mit den Geschwistern in der Kindheit sein. Das Kind, das am wenigsten beachtet wurde, kann auch in seinen späteren Beziehungen immer wieder von diesem Gefühl verfolgt werden. Aspekte des Mondes und der Sonne zu Neptun weisen auf massive Enttäuschungen in der Beziehung zu den Eltern hin, die das angeborene Vertrauen des Kindes vernichteten.

Ist ferner auch Saturn an den Winkelbildungen zu den persönlichen Planeten beteiligt, so entspringt die Eifersucht einem tief sitzenden Minderwertigkeitsgefühl: Angst, Unsicherheit, negative Selbsteinschätzungen und fehlende Liebe zu der eigenen Person sind die Folge. Stehen die persönlichen Planeten in Konjunktion, in einem spannungsgeladenen Aspekt zu Saturn oder unter starkem Einfluss des Steinbocks, leidet der Horoskopeigner an einer Eifersucht, durch die er nicht den Lebenspartner, sondern sich selbst quält und letztendlich zerstört. Der Eifersüchtige dieser Ausprägung spricht mit dem Partner nicht über seine Probleme, sondern quält sich im Stillen mit seinen Zweifeln.

Uranus gilt grundsätzlich als Planet der Toleranz. Trotzdem können Menschen mit einer Uranusbetonung im Horoskop sehr eifersüchtig werden. Das ist vor allem der Fall, wenn Uranus dynamische Konstellationen zu Sonne, Mond und Venus bildet. Diese Menschen haben meistens in ihrer Kindheit zu wenig Geborgenheit, Bindung und Zuwendung erlebt. Einige von ihnen sind in Familien aufgewachsen, in denen ungewöhnliche Verhältnisse herrschten. Entweder sind die Eltern Menschen gewesen, die zu viel mit sich selbst beschäftigt waren und Berufe ausübten, die sie vom Familienleben fern hielten. Oder die Horoskopeigner stammen aus so genannten „Patchwork-Familien“, in denen sie ihre Eltern mit verschiedenen „Rivalen“ teilen mussten.

Obwohl diese Menschen sehr freiheitsliebend sind und Eifersucht an sich hassen, können sie selbst sehr eifersüchtig reagieren, sobald der Partner sich von ihnen lösen will oder andere Freundschaften pflegen möchte. In solchen Situationen wird er unbewusst mit der ursprünglichen Angst konfrontiert, die Person, die er oder sie liebt plötzlich zu verlieren. Menschen mit Venus/Uranus-Konstellationen verspüren Trennungsangst, da sie als Kinder die Scheidung der Eltern oder von den Eltern getrennt zu werden, nicht richtig verkraftet haben. Um dieser Angst zu entgehen, wollen Geborene mit einer Uranusbetonung in ihren Partnerschaften oft unverbindlich und unerreichbar bleiben, aus der Furcht heraus, sich gefühlsmäßig auf etwas Schmerzhaftes einzulassen. Steht dennoch eine Trennung bevor, versuchen sie die Beziehung als erste und von sich aus zu lösen.
Bei einer Neptunbetonung im Horoskop dagegen ist es die Befürchtung, hintergangen zu werden, die den Horoskopeigner argwöhnisch macht. In der Kindheit solcher Klienten herrschte meist ein Klima der Unehrlichkeit. Gefühle wurden verschwiegen oder verfälscht. Das Kind wusste nicht, was wirklich gemeint war und spürte, dass etwas nicht stimmte, fühlte sich verwirrt oder an der Nase herumgeführt. Im späteren Leben wird alles, was der Partner macht oder sagt aus Unsicherheit bezweifelt und unter die Lupe genommen.

Neptun-Menschen haben ein unendliches Bedürfnis nach Zuwendung und Nähe, was oft unerfüllt bleiben muss, denn was sie von ihren Geliebten verlangen, ist oft unerreichbar. Sie werden immer den Eindruck haben, von dem, was sie sich von ganzem Herzen wünschen und ersehnen, nämlich von ihrem Gefühl der Enttäuschung erlöst und geheilt zu werden, nicht genügend zu haben. Manche täuschen sich selbst, indem sie fest davon überzeugt sind, dass die Liebe sie von jedem bislang erlittenen Leid befreien kann.

Sie erwarten von dem geliebten Menschen, dass er oder sie mit all seiner Zuneigung für die vergangenen Enttäuschungen und Ängste einen Ausgleich bietet. Aber es ist nicht so einfach wie sie glauben, denn niemand kann unsere innere Leere, die aus der Zeit stammt, als wir noch klein und hilflos waren, ganz erfüllen. Neptunbetonte Menschen glauben, dass der Partner die göttergleiche Macht, alle ihre Bedürfnisse zu erfüllen, besitzt. Und auf diese Weise erleben sie immer wieder Enttäuschungen in ihren intimen Beziehungen. Sie meinen nicht genug geliebt zu werden und zweifeln an den Gefühlen des anderen, auch wenn sie von ganzem Herzen geliebt werden. Sie sind geprägt von Argwohn und Verunsicherung. Hat jemand ein Elternteil sehr geliebt und wurde diese Liebe entweder nicht erwidert oder wurde der Betroffene von dem geliebten Menschen verlassen, so wird er immer das Gefühl haben, betrogen worden zu sein und eine Enttäuschung in sich tragen. Auch in allen späteren Beziehungen wird er Schwierigkeiten haben, überhaupt noch an die Liebe zu glauben.

Eifersüchtige Zeichen: Skorpion, Stier, Widder und Löwe

Skorpionbetonte Menschen sind wie ein Vulkan, in dessen Innerem die Lava brodelt. Sie leben intensiv und Liebe ohne Leidenschaft ist für sie nicht lebenswert. Deswegen verlieben sie sich oft unbewusst in Menschen, die ihnen die Treue nicht halten können.

Wer gar mehrere Planeten in diesem Zeichen hat, wird zu einer „detektivischen“ Form der Eifersucht neigen: Diese Menschen reagieren äußerst sensibel auf jedes kleinste Verdachtsmoment, das auf die Existenz eines Rivalen hinweisen könnte, und beginnen heimlich und mit List, nach eventuellen Seitensprüngen zu forschen, ohne offen ihre Karten zu zeigen. Dabei fürchten sie, ihren psychologischen Einfluss auf den Partner zu verlieren. Entdecken sie, dass sie tatsächlich betrogen wurden, kann ihre entfesselte Rachsucht dem Partner das Leben zur Hölle machen.

Ein weiteres „eifersüchtiges“ Zeichen ist der Stier. Horoskopeigner mit persönlichen Planeten in diesem Zeichen befürchten den Verlust ihres „Eigentums“, was sie eifersüchtig und besitzergreifend macht. Wenn sie lieben, dann tun sie dies mit Leib und Seele und sind zu großer Treue fähig. Vom geliebten Menschen wird nun die gleiche Hingabe erwartet. Für sie ist die Ehe eine Art von Investition, ein Vertrag, der auf Dauer angelegt ist. Wird die Sicherheit ihrer Gefühle aus Spiel gesetzt, neigen stierbetonte Personen dazu, rasend eifersüchtig zu werden. Eine Trennung wird dabei jedoch kaum in Erwägung gezogen.

Horoskopeigner mit persönlichen Planeten im Zeichen des Widders oder im Aspekt zu Mars sind sehr leidenschaftlich, legen jedoch in ihren Paarbeziehungen meist großen Wert auf ihre Unabhängigkeitsstreben. Obwohl sie einem Abenteuer gegenüber nicht abgeneigt sind, können sie es aber nicht ertragen, wenn ihr Partner untreu ist. Mars und Widder, der Planet und das Zeichen des Wettbewerbs, können keine Rivalen in ihrem Revier erdulden. Sie haben einen stark entwickelten, archaischen Instinkt für den Kampf um die Vorherrschaft und die Eroberung. Eifersuchtsszenen sind bei diesen überaus heftig, vergleichbar mit vulkanartigen Explosionen, und der Partner ist wohlberaten, wenn er sich in Acht nimmt.

Auch das Feuerzeichen Löwe neigt zu besitzergreifender Eifersucht. Stehen mehrere Planeten in diesem Zeichen, fühlt sich der Betreffende als einzigartig und besonders herausragend und duldet natürlich nicht, dass ein anderer einen wichtigen Platz im Herzen der geliebten Person einnehmen kann. In einer Liebesbeziehung schätzt er Loyalität und Hingabe besonders hoch ein und verabscheut den Verrat. Wird er verletzt, ist er die beleidigte Majestät in Person. Nachdem er eine Weile gebrüllt hat, zieht er sich zurück, leidet an den Schmerzen der Eifersucht und straft denjenigen mit Verachtung, der sie ihm zugefügt hat. Der Vorteil von Löwen ist jedoch, dass sie auch verzeihen und neu beginnen können.