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Liebe & Partnerschaft – Focusing

Angelis Gampierakis

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Wie Sie Ihren Partner aus der Reserve locken!

Beziehungen prägen unser Leben…

In ihnen können wir uns gegenseitig ergänzen. Doch dabei werden auch Schattenseiten sichtbar: Missverständnisse, Meinungsverschiedenheiten und mangelnde Einfühlung trüben das Miteinander. Mit Hilfe von Focusing erkennen Sie eigene Stärken und Schwächen im Beziehungsgeschehen und können dieses positiv verändern.

Was ist Focusing?

Focusing kommt aus dem Lateinischen, von „focus“, der Brennpunkt. „Beim Focusing richten wir unsere innere Aufmerksamkeit wie einen Scheinwerfer auf etwas, um es heller, klarer, schärfer und deutlicher werden zu lassen“, sagt Winfried Bergermann, Focusing-Therapeut in München.

focusing_1„Im Brennpunkt dieser Aufmerksamkeit steht dabei das körperliche Empfinden zu einem Problem oder einer Sache, die man näher untersuchen will.“ Focusing ist deshalb ein ideales Mittel zur Selbsthilfe. „Alle Wahrnehmungen haben einen körperlichen Ursprung und können so „leibhaftig“ erfahren werden“, betont Bergermann. „Nicht nur der Kopf als Sitz des Gehirns entscheidet über unser Leben, sondern in erster Linie die Weisheit unseres Körpers.“

Focusing wurde zu Beginn der 70er Jahren von dem 1926 in Wien geborenen Philosophen und Psychotherapeuten Eugene Gendlin entwickelt. Er untersuchte, wovon es abhängt, dass manche Klienten von Psychotherapien profitieren und andere dagegen nicht. Seiner Meinung nach sollte ein Therapeut für seinen Klienten einen Rahmen für eine erfolgreiche Veränderungsarbeit schaffen. Gendlin kristallisierte dabei sechs Schritte heraus, die zur Lösung des Problems und letztendlich zur Heilung führen.

Gelungene Kommunikation: Focusing mit Partnern

Grundsätzlich sollte man bei der Lösung von Problemen bei sich selbst anfangen statt bei anderen. Jeder hat bei jedem Problem einen Anteil daran, der nur ihn selbst betrifft, und diesen Teil kann man ändern. Denn alles, was einem zu schaffen macht, was einen freut und worunter man leidet, hat eine Beziehung zu einem, oftmals auch eine problematische. Dies zu ändern, diese Beziehung so zu gestalten, dass aus der Sackgasse ein Höhenweg wird, ist die Voraussetzung für erfolgreiches Handeln. Erst dann kann man dazu übergehen, anderen Menschen zu helfen und auch ihre Umwelt umzugestalten.

Wenn Sie einem anderen Menschen bei der Lösung seiner Probleme wirklich helfen wollen, sollten Sie folgende Focusing-Schritte einhalten:

1. Hören Sie gut zu!

Sicher kann es manchmal helfen, eine Weile nurs zuzuhören. Viele Menschen sind schon froh über einen guten Zuhörer. Doch wenn das Problem nur vertieft wird statt gelöst, nützt es dem anderen nichts. Es ist vielmehr Ihre Aufgabe, ihm Zugang zu all den Fähigkeiten zu verschaffen, die ihm eine Lösung ermöglichen. Dabei konzentrieren Sie sich nicht so sehr auf den Inhalt des Problems, sondern auf den gesamten Prozess. Sobald Ihr Partner anfängt, Ihnen sein Problem zu schildern, achten Sie auf seine Körperhaltung: Ist sie verkrampft oder entspannt? Zeigen Sie Ihr Zuhören durch verbale oder nonverbale Signale. Sie können dabei Redewendungen wie „Ja, ich verstehe…“ verwenden oder mit dem Kopf nicken. Doch Vorsicht! Lassen Sie den anderen nicht endlos über seine Schwierigkeiten reden. Unterbrechen Sie sanft! Ziel ist es nicht, wieder im Problem zu versinken, sondern den inneren Prozess in eine andere Richtung zu steuern.

2. Fragen Sie nach!

Zeigen Sie, dass Sie soweit verstanden haben, und lenken Sie dann das Gespräch durch Fragen in eine konstruktive Richtung. Fragen Sie nach dem „Felt Sense“: „Wie fühlt sich das Ganze im Körper an?“ oder „Was ist das für ein Gefühl im Bauch, wenn du an dein Problem denkst?“ oder „Welche Stimmung spürst du?“ Bringen Sie ihn so weit wie möglich in Kontakt mit seinen körperlichen Empfindungen. So hat Ihr Gesprächspartner die Chance, zu tieferen Gefühlsschichten vorzustoßen, mehr von dem wahrzunehmen, was sein Problem ausmacht. Er kann nicht mehr weiter so über sein Problem denken und reden wie sonst. Und das ist gut so! Sie haben die Weichen anders gestellt.

3. Schaffen Sie Abstand!

Jetzt können Sie mit den Focusing-Fragen weitermachen wie zum Beispiel „Was ist denn daran so schlimm?“ oder „Wozu könnte das gut sein?“ Auch die Frage „Wie würde sich das anfühlen, wenn dein Problem erledigt wäre?“ bringt Bewegung in den Prozess. Verhindern Sie vorschnelle Antworten. Fordern Sie Ihr Gegenüber dazu auf, auf Antworten aus dem Körper zu warten. Sie kommen von unten, brauchen etwa eine Minute Zeit und haben eine andere Qualität. So verhelfen Sie ihm zu seinem eigenen Lösungsweg.

4. Teilen Sie eigene Reaktionen mit!

Während Sie zuhören oder Ihren Partner nach seinem Körpergefühl fragen, achten Sie auf die Gefühle in Ihrer eigenen Körpermitte. Haben Sie ein gutes Gefühl oder eher ein unsicheres? Wie wirkt das, was Ihnen Ihr Gesprächspartner erzählt, auf Sie? Welche Reaktionen fallen Ihnen dazu spontan ein? Auch bildhafte Einfälle können Sie rückmelden, etwa: „Das sieht für mich so aus, als ob du allein auf weiter Flur stehst…“, „Ich habe das Bild eines Elefanten im Porzellanladen, wenn ich das höre…“ oder „Mir fällt da das Bild einer kleinen grauen Maus ein, die sich verstecken will…“ Was auch immer Ihnen spontan in den Sinn kommt, Sie können es auf freundliche Art benutzen, um Ihren Partner an Ihrem „Felt Sense“ teilhaben zu lassen. Vielleicht hilft ihm Ihr Einfall weiter. Sie brauchen nichts zu erklären, der andere klärt das für sich selbst. Doch Vorsicht! Voraussetzung ist jedoch, dass Sie sich vorher von Ihren eigenen Problemen freigemacht haben. Sonst reagieren Sie auf Ihr Problem statt auf das Ihres Partners! Und das hilft ihm nicht!

Wenn Sie einem anderen Menschen bei der Lösung seiner Probleme wirklich helfen wollen, sollten Sie folgende Focusing-Schritte einhalten (Fortsetzung):

5. Formulieren Sie Ihre Aussagen als Ich-Aussagen!

Werten und interpretieren Sie nicht. Sagen Sie nicht: „Du bist auf dem Holzweg“, „Dir ist nicht zu helfen“ oder „Mit dir hat jeder Schwierigkeiten!“ Das hilft nicht weiter. Ihr Partner fühlt sich angegriffen, setzt sich zur Wehr, rechtfertigt sich vielleicht, ist aber nicht mehr bereit, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und schon gar nicht mehr mit Ihnen. Wenn Sie Ihre Rückmeldungen als persönliche Beobachtungen oder Einfälle deklarieren, signalisieren Sie, dass Ihre Aussagen rein subjektiv sind. Sie lassen damit dem anderen die Chance, auch innerlich nein sagen zu können. Er muss Ihre Aussage ja nicht annehmen, er kann sie sich noch überlegen oder einfach über Ihren Einfall lachen. Machen Sie klar, dass es Ihre Gefühle sind, die Sie als Reaktion auf das Gesagte haben, es muss für den anderen nichts bedeuten, es kann aber. Ihr „Felt Sense“ ist immer nur Ihr „Felt Sense“, doch er kann ebenso Informationen für den anderen enthalten. Es lohnt sich, während eines Gesprächs auch auf die Signale des eigenen Körpers zu achten. Einiges davon ist eine Antwort auf das, was vom Partner kommt. Teilen Sie ihm das mit.

Focusing macht Gespräche gehaltvoller und offener

Dabei muss man nicht jeden Party-Small-Talk zu einem Focusing-Gespräch umfunktionieren. Machen Sie das nur bei wirklich wichtigen Konversationen. Sei es, dass Ihnen der Inhalt oder die Person am Herzen liegt. Helfen können Sie auch dadurch, indem Sie Ihrem Partner ein Horoskop schenken, das auf sein spezielles Problem Liebe, Beruf oder Gesundheit individuell zugeschnitten ist.

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