Das Mars-Venus-Problem

Cornelia Regina Scheck

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Warum Männer und Frauen oft wie Feuer und Wasser sind

Emanzipation hin – Gleichberechtigung her. Auch wenn sich inzwischen die typischen Rollen von Frau und Mann geändert haben; Tatsache ist, dass es in Beziehungen immer noch an den gleichen Stellen kracht. Es gibt sie, die Unterschiede zwischen Mann und Frau. Und wer sie kennt, kann seine Beziehung retten.

Was macht ihr Mann eigentlich, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt und einen unangenehmen Tag gehabt hat? Vermutlich nichts. Er schweigt. Zappt durchs Fernsehen, grummelt still vor sich hin. Sie nehmen ihn in den Arm. Fragen ihn, was los ist. Er schweigt, ist missmutig, will eigentlich in Ruhe gelassen werden.

Gut möglich, dass er sogar mit Freunden loszieht und in eine Kneipe geht. Sie sitzen derweil zu Hause und wissen nicht, was in ihm vorgeht. Sie sind traurig, weil er nicht mit Ihnen redet. Sie fühlen sich ungeliebt und missachtet, weil er Ihren Rat oder Ihre Fürsorge nicht annimmt und auch nicht zu brauchen scheint. Weil er seine Probleme alleine oder mit anderen Menschen bespricht und nicht mit dem Menschen, den er doch eigentlich liebt.

Eine andere Situation: Sie haben etwas aufwühlendes erlebt, vielleicht einen Streit mit Ihrer besten Freundin oder einem Familienmitglied. Sie möchten nichts dringender, als Ihrem Mann genau dies zu erzählen. Ihr Mann hört zwar zu, reagiert aber unwirsch, gereizt. Scheint durch das Gespräch eigentümlich gestresst zu sein. Er bringt Lösungsansätze, wird hektisch, will irgend etwas tun. Doch Sie wollen das alles im Moment gar nicht hören, und schon ist die Stimmung im Eimer. Ihr Mann ist ärgerlich, weil Sie auf seine Vorschläge nicht eingehen, Sie sind traurig, weil Sie sich nicht einfach mal zu Ihren Gefühlen äußern können.
Das kommt Ihnen bekannt vor? Sie sind in bester Gesellschaft, denn die gerade genannten Beispiele sind Klassiker in jeder Beziehung. Jeder Paartherapeut hört diese Dinge täglich. Wir sehen an diesen Beispiele, wie Männer und Frauen mit Problemen umgehen.

Ein weiter Weg zwischen Venus und Mars

Frauen folgen dem Prinzip der Venus: Kommunikation und Entäußerung. Getreu dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ möchten sie sich mitteilen. Ihre Probleme besprechen, mit Betonung auf „sprechen“. Wenn die Sorgen erst mal erzählt sind, sind sie schon fast wieder vergessen. Indem eine Frau sich jemandem mitteilt, kann sie ihre Gedanken sortieren und wieder zu ihrer inneren Ruhe finden. Das verstehen Männer nicht. Sie sehen sich in der Verantwortung, ihrer Partnerin eine Problemlösung anzubieten. Sobald die Frau ihr Problem erzählt, beginnen Männer fieberhaft nachzudenken, wo der Knackpunkt des Problems liegt und wie es gelöst werden kann. Doch damit denken Männer (obwohl sie es eigentlich gut meinen) ausnahmsweise einen Schritt zu weit. Wenn sie wüssten, wie gut es der Frau tut, dass ihnen schlicht und einfach jemand zuhört, wären beide Seiten wesentlich glücklicher.

Schauen wir uns das andere Beispiel an: Das Mars-Prinzip. Der Mann, der als verwundeter Krieger heimkehrt und seine Probleme mit sich selbst ausmachen muss. Der Mann, der sorgenbeladen aus der Arbeit nach Hause kommt und sich sofort vergräbt. Männer sind anders strukturiert als Frauen. Sie können nicht gleichzeitig denken, zuhören und sprechen. Frauen können das. Wenn Männer Probleme haben, verkriechen sie sich am liebsten – im übertragenen Sinne – in ihre Höhle. Immer wieder lassen sie ihre Sorgen durch ihr Gehirn fluten und gehen dabei am liebsten keiner weiteren Tätigkeit nach; oder einer stumpfsinnigen Tätigkeit wie zappen oder sogar Computerspielen. Erstaunlicherweise können Männer tatsächlich ihre Gedanken so sortieren und irgendwann den Dreh- und Angelpunkt der Problematik erkennen und auflösen. Partnerinnen, die diesen Prozess von außen nicht mitbekommen (können!), kann das zur Weißglut treiben, weil sie das Gefühl haben, ihr Mann sei „bockig“, launisch und unkommunikativ und außerdem mit trivialen Dingen beschäftigt, anstatt seine Probleme anzugehen.

Dass Männer und Frauen trotz großer Erfolge im Bereich der Emanzipation und Gleichberechtigung in bestimmten Bereichen immer noch verschieden fühlen, denken und handeln, ist eine Tatsache. Es kann sich also lohnen, diese Bereiche zu analysieren, um sich gegenseitig zu verstehen.

Wie Sie es richtig machen

Zurück zu unseren Beispielen. Wie sähe eine konkrete Lösung aus? Im ersten Fall, der Mann geht in seine „Höhle“, können Sie als Partnerin genau zwei große Fehler machen:

  1. a) Vor dem Höhlenausgang warten, das Nudelholz in der Hand.
  2. b) Ihm in die Höhle hinterherlaufen.

Im Fall a) kommt der Mann nach einiger Zeit womöglich entlastet und zufrieden aus seiner Höhle (oder Kneipe…) – und trifft auf eine Frau, die ihm sofort neue Probleme bereitet, WEIL er sich entlastet hat. Das wird er nicht verstehen, und es wird ein fürchterlicher Streit folgen. Im Fall b) wird er sich verfolgt und kontrolliert vorkommen und noch viel, viel weiter in die Höhle laufen. Ihre Nähe wird ihn erdrücken, er braucht in jenem Moment das Alleinesein, und wenn Sie es ihm nehmen, fühlt er sich bedrängt. Nichts ist gewonnen.

Was also tun? Im Idealfall hinterlassen Sie einen Zettel am Höhlenausgang, auf dem steht, „Schatz, ich bin Einkaufen / bei einer Freundin, ich freue mich, wenn es dir besser geht. Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst“. Probieren Sie das einmal aus. Ihr Mann wird vor Staunen nicht mehr den Mund aufkriegen. Und je mehr Zeit Sie ihm freiwillig zugestehen, desto weniger wird er brauchen. Weil er nicht mehr darum kämpfen muss und vorsichtshalber ein Sicherheitspolster mitverhandelt. Weil er das Gefühl hat, aus freien Stücken zurückkommen zu können. Es funktioniert tatsächlich!

Was können Männer richtig machen? Gehen wir zu unserem zweiten Beispiel: Wenn Ihre Frau ihre Probleme besprechen und erzählen will, dann – liebe Männer – hören Sie zu! Hören Sie einfach nur zu. Versuchen Sie keine sofortige Lösung für ihr Problem zu finden. Das muss in dem Moment gar nicht sein. Denken Sie nicht nach. Nehmen Sie Ihre Partnerin einfach nur in den Arm und versuchen Sie ihre Gefühle nachzuvollziehen. Spüren Sie, ob Ihre Frau wütend oder traurig oder genervt ist, und zeigen Sie Ihrer Frau, dass Sie ihre Gefühle erkennen und verstehen. Zeigen Sie Mitgefühl, Verständnis und dass Sie sie lieben. Vergessen Sie den Gedanken daran, die Probleme Ihrer Frau lösen zu müssen – außer sie fragt danach! Und Sie werden sich wundern, wie gut das Ihrer Partnerin tut.

Männer und Frauen: zwei Welten?!

Zeigen Sie Respekt

Es gibt Dutzende weiterer Beispiele für unterschiedliches Verhalten zwischen Mann und Frau, doch für alle gibt es eine gleichlautende Lösung: Wann immer Ihr Partner ein Problem hat, dann versuchen Sie nicht automatisch SEIN Problem mit IHREN Mitteln zu lösen. Verurteilen Sie ihn nicht dafür, dass er seine Sorgen und Nöte anders in den Griff bekommt als Sie.

Versuchen Sie vielmehr nachzuvollziehen warum er anders handelt als Sie und respektieren Sie dieses. Gleichzeitig müssen Sie ihm aber auch klarmachen, dass das umgekehrt zu gelten hat. Sprechen Sie Klartext. Und geben Sie Ihrem Partner die Gelegenheit Klartext reden zu können ohne Angst vor einem Anwurf Ihrerseits.

Was die Astrologie tun kann

Warum dieses Thema in einer esoterischen Zeitschrift? Ganz einfach – die Astrologie kann wertvolle Hilfestellung leisten. Denn auch im Geburtshoroskop sprechen wir von weiblichen und männlichen Qualitäten, „Pole“ genannt. Die Tierkreiszeichen werden in „männliche“ und „weibliche“ Zeichen eingeteilt.

Männliche Zeichen sind: Widder, Zwilling, Löwe, Waage, Schütze, Wassermann. Weibliche Zeichen sind: Stier, Krebs, Jungfrau, Skorpion, Steinbock, Fische.

Diese Pole und Betonungen können sich verstärken und gegenseitig beeinflussen, je nachdem welche Planeten sich im Geburtshoroskop in welchen Tierkreiszeichen befinden, dies sind vor allem Sonne, Mond, Mars und Venus. Und so kann es zu besonderen Konstellationen kommen: Es gibt Frauen, die, obwohl sie Frau sind, unglaublich starke männliche Betonungen haben – und umgekehrt.

Sehr häufig haben wir bei diesen extremen Konstellationen dann den Fall, dass eine Frau sich ausgesprochen männlich verhält und ein Mann ausgesprochen weiblich. Die Astrologie kann also Antwort darauf geben, warum manche Menschen sich dem oben angesprochenen Rollenverhalten entgegengesetzt benehmen. Dies kann eine wertvolle Hilfestellung bedeuten, wenn Paare, obwohl sich die Partner sehr lieben, immer wieder in bestimmten Punkten und Situationen aneinandergeraten. Wie viel einfacher ist es, einander zu verstehen, wenn im Horoskop nachzulesen ist, warum sich ein Mensch so verhält und nicht anders. Denn so vieles geschieht unbewusst und nicht in böser Absicht.

Hilfe mit dem Tarot

Was viele nicht für möglich halten: Auch mit den Tarotkarten ist es möglich, einen tiefen Blick in die Persönlichkeit eines Menschen zu werfen. In einer großen Persönlichkeitslegung, die zum Standardrepertoire jedes geübten Kartendeuters gehört, lernen wir unsere weiblichen und männlichen Aspekte kennen. Eine solche Legung kann sinnvoll für Menschen sein, denen die Astrologie zu mechanistisch-technisch daherkommt, oder für Menschen, die ihre genaue Geburtszeit oder die ihres Partners nicht kennen. Hier gilt der gleiche Lerneffekt, wie bei der Astrologie: Wer weiß, wie das Verhalten seines Partners zustande kommt, durch seine ureigene Persönlichkeit und seine Anlagen, der hat den ersten Schritt getan, diesen Partner zu verstehen.

Dem anderen eine Brücke bauen

Ob Sie es also verstandesgemäß oder mithilfe esoterischer Praktiken schaffen, Ihren Partner besser zu verstehen und seine Verhaltensweisen zu respektieren, ist letztlich egal. Wichtig ist, dass Sie lernen und akzeptieren, dass es die beiden Planeten Mars und Venus gibt. Und wenn Sie nicht zufällig auf dem selben Planeten wohnen, dann sollte es Ihnen wichtig und eine Aufgabe sein, eine feste Brücke zwischen beiden Planeten zu bauen. Es lohnt sich: Für Ihre Partnerschaft