Traumhaft – Eine „menschliche“ Spinne besuchte mich

Theresa Osenstaetter

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Was verraten Ihre Träume über Sie?

Sind Träume Schäume? Tiefenpsychologen sehen das anders und erkennen in der Traumarbeit Zugänge zu bewusstseinsfernen Persönlichkeitsanteilen. In unserer Rubrik „Traumhaft…“ lassen wir Ihre Traumaufzeichnungen von erfahrenen Traumdeutern analysieren.

Mein Traum:

Mich verfolgt seit einiger Zeit ein ganz bestimmter Traum, in dem das hier geschieht: Ich liege im Bett und sehe fern. Plötzlich sitzt auf meinem Deckbett, in Bauchnähe, eine riesengroße Spinne und sieht mich nur ganz ruhig an.
Spinnenphobie?

traumdeutung_januar_spinneEine „menschliche“ Spinne besuchte mich…

Dann wache ich auf. Da ich dann schon immer Angst habe, springe ich auf, um die Spinne wegzuschütteln. Ich mache Licht an und mir wird ganz sonderbar zumute.

Ich weiß, dass die Spinne mir etwas sagen will. Dieses Tier hat etwas Menschliches an sich. Sie hat einen kecken, fröhlichen, klugen und abwartenden Ausdruck im Wesen. Ich werde die Erinnerung an diesen Blick nicht los, der auszudrücken scheint: „Du weißt, was ich dir sagen will.“ Angst habe ich dann keine mehr vor ihr. Umso mehr ich nachdenke, desto sicherer bin ich mir, dass ich die Spinne bin! Sie hat meine Augen und die langen behaarten Beine sind so gräulich und fusselig wie meine eigenen Haare.

Übrigens las ich zufälligerweise, dass ich laut Horoskop ein Plutonier bin, dem die Spinne als Tier zugeordnet wird. Seit längerer Zeit bin ich in der Ehe unzufrieden. Ich bin seit 42 Jahren verheiratet und denke an Trennung. Immer schon habe ich sehr intensiv geträumt und führe seit Jahren ein Traumbuch. Viele Träume hatten große Bedeutung für mich. Auch Wahrträume waren darunter.

Jetzt würde ich gerne wissen, wie Sie diesen Traum von der Spinne deuten. Da ich im Zukunftsblick gelesen habe, dass es Astrologen gibt, die auch Träume deuten, wäre ich sehr, sehr dankbar, Ihre Deutung zu erfahren! Laura O. aus Köln

Deutung/Interpretation:

Liebe Laura,

so, wie Sie den Traum schildern, kann man nicht die geläufige Bedeutung der Spinne in Träumen anwenden. Die Spinne im Traum wird oft mit dem Verhalten der „Gottesanbeterin“ verglichen. Sie fängt Ihren Partner und frisst ihn am Ende. Auch das Spinnen von Netzen, vergleichbar mit Intrigen, wird ihr nachgesagt. In Ihrem Traum haben Sie zunächst Angst vor der Spinne, dann spüren Sie etwas Merkwürdiges, Sie erkennen sich selbst in ihr, verlieren dadurch auch die Angst.

Sie will Ihnen etwas sagen, was darauf schließen lässt, dass Sie sich selbst einige Dinge eingestehen sollten, Entscheidungen, die Sie treffen und durchsetzen wollen. Vielleicht haben Sie sich bisher viele Dinge „zurecht gesponnen“ und mussten nun feststellen, dass die Realität mit diesen Gespinsten nicht übereinstimmt? Eine Trennung ist nicht zu empfehlen. Vielmehr sollten Sie sich darüber klar werden, was bisher schief gelaufen ist, das durchaus reparabel ist. Werden Sie sich darüber klar, dass SIE bisher die Fäden gesponnen haben.

Hier besteht durchaus eine gute Chance für Ihre Partnerschaft, indem Sie Ihre Denkweise ändern und Ihrem Partner mal eine Chance geben, sich als Partner zu beweisen, ohne dass Sie immer „die Fäden in der Hand halten“.

Was verraten Ihre Träume über Sie?

Sind Träume Schäume? Tiefenpsychologen sehen das anders und erkennen in der Traumarbeit Zugänge zu bewusstseinsfernen Persönlichkeitsanteilen. In unserer Rubrik „Traumhaft…“ lassen wir Ihre Traumaufzeichnungen von erfahrenen Traumdeutern analysieren.
Auch Finger verraten viel…

Ich sah Finger mit einem Splitter

Mein Traum:

Gemeinsam mit meinen Eltern war ich an einen schönen Ort in den Bergen. Obwohl ich meine Eltern nicht sah, weiß ich, dass sie mit dort waren. Es war ein warmer Sommertag. Dort sah ich wunderschöne junge kräftige Pferde rennen. Sie waren hellbraun und hatten eine blonde Mähne. (Sie hatten keine Sattel oder irgendwas anderes an sich) Danach sah ich einen Zeige-, Mittel- oder Ringfinger mit einem ca. 2 cm langen Eisensplitter. Ute C. aus Kronberg

Deutung/Interpretation:

Liebe Ute,

Der Traum beginnt sehr schön. Eine Berglandschaft, es ist warm, die Sonne scheint und sie begegnen diesen wunderbaren Tieren. Pferde sind ein Symbol für Kraft, Gesundheit und Energie und hier auch von Freiheit und Ungebundenheit, denn sie sind ohne Sattel. Sie selbst haben die Eltern mit dabei, auch wenn Sie sie nicht sehen. Dann bemerken Sie einen Eisensplitter am Finger, etwas, das unangenehm ist und verletzen kann.

Eisen steht für Härte, Stabilität, etwas, was lange hält, es gibt aber auch den Spruch „zum alten Eisen gehören“, also überholt, überkommen, nicht mehr zeitgemäß sein. Der Zeigefinger weist auf etwas hin oder mahnt, der Mittelfinger ist der längste der Finger, mit ihm kann man das „Du-kannst-mich-mal-Zeichen“ setzen und der Ringfinger steht für Bindung. Insgesamt bewirken die Finger die Beweglichkeit der Hand und haben mit Aktivität zu tun.

Ein Eisensplitter kann Handlungen stören oder unmöglich machen. Könnte es sein, dass Ihre Eltern – im übertragenen Sinn – immer irgendwie mit Ihnen sind und Sie bei freiheitlichen Aktivitäten und in Ihrer Lebensenergie durch alte (längst nicht mehr nötige) Warnungen oder Moralvorstellungen bremsen? Wenn dem so ist, dann konzentrieren Sie sich auf die Pferde, befreien Sie sich von den Wertvorstellungen der Eltern und genießen Sie die Freiheit.